Der Vogtlandkreis ist ein Landkreis im Westen des Freistaats Sachsen. Die bis 2008 kreisfreie Stadt Plauen ist Sitz des Vogtlandkreises.
Nachbarkreise sind im Norden der thüringische Landkreis Greiz, im Osten der Landkreis Zwickau und der Erzgebirgskreis. Im Süden schließen sich der tschechische Verwaltungsbezirk Karlsbad (Karlovarský kraj), im Südwesten der bayerische Landkreis Hof und im Westen der thüringische Saale-Orla-Kreis an.
Der Vogtlandkreis liegt im sächsischen Vogtland. Mit seinem südlichen Teil ist das Gebiet des Kreises Bestandteil des Naturparks Erzgebirge/Vogtland. Hier findet sich der südwestliche Ausläufer des Erzgebirges, (Westerzgebirge) sowie das Elstergebirge. Es ist daher in großen Teilen durch eine Mittelgebirgslandschaft geprägt, die sich nach Westen und Norden hin abflacht. Die wichtigsten Flüsse sind die Zwickauer Mulde und die Weiße Elster.
Siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen, Naturräume in Sachsen
Der Vogtlandkreis entstand am 1. Januar 1996 durch Zusammenlegung der Landkreise Auerbach (Kfz-Kennz. AE), Klingenthal und Oelsnitz (beide OVL), Reichenbach (RC) und Plauen (PL).
Im ursprünglichen Gesetzentwurf der sächsischen Staatsregierung vom 29. Juni 1992 war die Bildung eines Vogtlandkreises aus den Kreisen Auerbach, Klingenthal, Reichenbach, Oelsnitz und Plauen Land mit Sitz in Plauen vorgesehen. Auf Grund der intensiven Einflussnahme des Auerbacher CDU-Kreisverbands und des dortigen Landrats Winfried Eichler, die eigentlich zwei Kreise wollten, wurde daraufhin in Dresden festgelegt, dass die wirtschaftlich schwächere Kreisstadt Auerbach Sitz des Landkreises werden sollte. Inzwischen hatte sich Plauen aber überraschend mit der Zweikreis-Variante angefreundet.
Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens wurde nun die Bildung von zwei Kreisen „Elstertalkreis“ mit Sitz in Plauen (Plauen Land, Oelsnitz sowie Teile von Klingenthal) und „Göltzschtalkreis“ mit Sitz in Auerbach (Auerbach, Reichenbach sowie Teile von Klingenthal) favorisiert. Diese Variante wurde auch mit dem Kreisgebietsreformgesetz vom 24. Juni 1993 beschlossen.
Gegen diese Regelung legte jedoch der Kreisrat des damaligen Kreises Reichenbach Verfassungsbeschwerde beim Sächsischen Verfassungsgerichtshof ein, der schließlich die Nichtigkeit dieses Beschlusses feststellte. Mit dem 2. Kreisgebietsänderungsgesetz vom 6. September 1995 wurde daraufhin die Bildung des Vogtlandkreises zum 1. Januar 1996 mit Sitz in der kreisfreien Stadt Plauen beschlossen.
Im Zuge der Kreisreform Sachsen 2008 wurde die bis dato kreisfreie Stadt Plauen am 1. August 2008 in den Vogtlandkreis eingegliedert.